Wie fange ich mit Low Carb an?

  • Wie fängt man mit Low Carb an

Ihr Lieben, eigentlich sollte das ein Video werden, da man über das Thema Wie fange ich mit Low Carb an? soo viel erzählen kann. Aber leider ist erst unsere Kamera kaputt gegangen und jetzt wo sie wieder funktioniert, sind unsere Speicherkarten alle zusammen kaputt gegangen, wenn du uns auf Snapchat folgst (lachfoodies), dann hast du das ja mitbekommen. Ich würde dennoch gerne bald ein Video dazu drehen. Wenn euch das Thema also interessiert, oder ihr weitere Fragen habt, dann hinterlasst uns unbedingt einen Kommentar! 🙂

Punkt 1 – Einlesen

Bei jeder Ernährungsumstellung ist es wichtig, dass du dich vorab mit dem Thema beschäftigst. Versuche zu verstehen, wie dein Körper funktioniert. Was passiert wenn du Fett isst? Was passiert wenn ich eine Mahlzeit weglasse, usw.

Gute Bücher dafür sind: Deep Nutrition, Mehr Fett oder auch Alles beginnt mit dem Essen (du kommst zu unseren Beiträgen über diese Bücher, wenn du auf den Namen klickst). In allen Büchern wird sehr gut erklärt wie der Körper funktioniert und das auch ohne Hintergrundwissen.

Wenn du dich eingelesen hast, kommst du schnell darauf, warum uns Zucker schadet und wenn du dich dann dazu entschließt deine Ernährung ein bisschen kohlenhydratärmer zu gestalten, dann bist genau auf dem richtigen Weg zu einer Low Carb Ernährung. Denn nur wenn diese Ernährung für dich auch Sinn macht, dann wirst du damit glücklich und dauerhaft dabei bleiben. Schlechte Laune, Verzicht und Lustlosigkeit sind schließlich keine gute Basis für einen gesunden Lifestyle.

Punkt 2 – Wie schaut denn eine Low Carb Ernährung aus?

Du hast dich nun eingelesen und ein Gefühl dafür bekommen was Low Carb ist und welche Lebensmittel grob darunter fallen, doch wie schaut das in der Praxis aus?

Grundsätzlich sagt man, dass man sich Low Carb ernährt, wenn man unter 100 g Kohlenhydrate pro Tag isst. Die etwas strengere Form liegt bei unter 50 g Kohlenhydrate und ganz streng wird es bei unter 25 g Kohlenhydraten, das fällt dann aber schon bald in die Ketogene Ernährung.

Ich empfehle dir, einfach einmal mitzuschreiben, was du den ganzen Tag über so isst. Dann siehst du welche Lebensmittel viele Kohlenhydrate haben und auf welche Kohlenhydratbomben du verzichten kannst. Wo wir auch schon bei Punkt 3 sind.

Punkt 3 – Das Low Carb Essverhalten

Oft kommt die Frage auf, wie viele Kohlenhydrate und Kalorien man denn zu sich nehmen darf und wie oft man essen sollte. Die gute Nachricht: Es gibt bei Low Carb keine Regeln, aber dennoch hilft es ja ein paar Richtlinien zu haben. Da bei einer Low Carb Ernährung die ständigen Schwankungen des Blutzuckerspiegels reduziert werden oder sogar ganz wegfallen, kannst du dich ganz auf dein Hungergefühl verlassen.

Wenn du Hunger hast, isst du etwas und wenn du keinen Hunger mehr hast, dann hörst du auf zu essen.

Das hört sich super einfach an, aber gerade zu Beginn ist das gar nicht so leicht. Zum einen lernt man wieder, auf seinen eigenen Körper zu hören und zum anderen kommen auch Gewohnheiten dazu. Wenn du immer um 12 zu Mittag isst, dann wirst du dort auch weiterhin das Gefühl haben, etwas essen zu wollen, auch wenn du keinen Hunger hast. Stelle deine Ernährung also schrittweise um.

Wenn du gerade erst mit Low Carb begonnen hast, dann stelle deine Ernährung ganz einfach Schritt für Schritt um. Es gibt nun viele neue Lebensmittel, geliebte alte Lebensmittel fallen weg (Nudeln, Brot, etc.) und du musst viele Gewohnheiten umstellen. Überfordere dich nicht damit alles auf einmal umzustellen.

Fange doch mit den Mahlzeiten zu hause an, denn bei Low Carb kocht man sehr viel, auch wenn es manchmal nur Kleinigkeiten (z.B. ein Spieglei) sind. Erst das Abendessen, dann das Frühstück und letztlich auch die Mahlzeiten unterwegs. Nimm dir die Zeit die du brauchst, denn essen sollte Spaß machen und keinen Druck oder Stress darstellen.

Also, Ernährung Schritt für Schritt umstellen und immer dann essen, wenn du Hunger hast.

Wie viele Kalorien darf ich denn essen?

Ich rate dir nicht auf die Kalorien, sondern nur auf die Kohlenhydrate zu achten. Bei mir kann ich beobachten, dass ich selbst wenn ich viel zu viele Kalorien esse, nicht zunehme, wenn diese nur aus Fett bestehen. Ganz anders ist das bei zu vielen Kohlenhydraten. Was ich damit sagen möchte ist, dass Kalorien nicht immer der richtige Maßstab sind.

Gelegentlich (zu Beginn auch häufiger) die Nahrungsmittel aufzuschreiben ist super, damit du ein Gespür dafür bekommst, wie viele Kohlenhydrate welches Lebensmittel hat.

Mit den Kohlenhydratangaben solltest du dich beschäftigen, wenn du deine Ernährung auf Low Carb umstellen möchtest. Häufig kommen Fragen auf, wie zum Beispiel „Ich ernähre mich Low Carb, zum Frühstück gibt es zum Beispiel fettarmen Joghurt mit Haferflocken und dazu ein Stück Eiweißbrot mit fettreduziertem Aufstrich und dennoch nehme ich nicht ab.“

Zum einen brauchst du als Energieträger Fett, wenn du auf Kohlenhydrate verzichtest, Proteine sind nur Baustoffe für unseren Körper (mehr dazu hier). – Fettarme Produkte also lieber weit weg stellen oder gar nicht erst kaufen (auch wenn das zu Beginn eine Überwindung ist 😉 ). Zum anderen lohnt es sich, wenn du dich zu Beginn einliest, welche Lebensmittel wie viele Kohlenhydrate enthalten. Das ist quasi die Basis für eine Umstellung auf Low Carb.

Punkt 4 – Wie wir zu Low Carb gekommen sind

Nun noch ein paar Sätze, wie es bei uns damals angefangen hat. Wir haben damals das Buch Deep Nutrition entdeckt, da die Autorin (eine Ärztin aus den USA) die Ernährung einer Basketballmannschaft umgestellt hat. In diesem Buch geht es vor allem darum, was passiert, wenn wir sehr hochwertige natürliche Lebensmittel essen und wie das bei uns heute ist. Am spannendsten finde ich den Vergleich zwischen dem Knochenbau, zum Beispiel hatten die Menschen früher viel weniger Problem mit schiefen Zähnen, da mehr Platz im Kieferbereich war, oder wie viel Leistungsfähiger wir mit der richtigen Ernährung sind, usw.

Da wir in dieser Zeit den Blog gegründet haben, haben wir überlegt, wie wir uns denn nun ernähren? Viele natürlichen Lebensmittel, kein Zucker, Mehl oder andere verarbeitete Lebensmittel. So sind wir schließlich zu LCHF (Low Carb High Fat) gekommen. Daher auch der Name LaCHFoodies.

Bei mir hat es spätestens Klick gemacht, als meine Neurodermitis durch die kohlenhydratarme Ernährung komplett verschwunden ist. Innerhalb von wenigen Tagen habe ich diese Verbesserung bemerkt und hat mich natürlich direkt von LCHF überzeugt.

Es gibt so viel zu diesem Thema zu sagen, also hinterlasst uns unbedingt einen Kommentar, zu welchem Thema ihr in Zukunft mehr hören möchtet, damit es häufiger Beiträge wie diesen hier geben kann.

 


2017-04-06T13:07:49+00:00

3 Kommentare

  1. Laura 15. September 2016 at 14:06- Antworten

    Hi Julia,

    ich beschäftige mich nun auch schon sehr lange mit Low Carb. Deine Einführung in das Thema ist sehr gut 🙂 Ich persönlich finde auch, dass einer der folgenreichsten Fehler in den letzten Jahrzehnten der ist, das Fett verteufelt wurde. Bei Low Carb muss man sogar Fett zu sich nehmen, da der Körper nach wenigen Tagen einer kohlenhydratarmen Ernährung sich umstellt und nun Fett als Hauptenergielieferant nutzt (denn KH gibt´s ja nicht mehr ausreichend).

    Wenn ich dann meinen Freundinnen erzähle das sie mehr (gesundes) Fett essen sollen wenn sie Low Carb machen, bekomme ich immer skeptische Blicke 😀

    Freu mich auf weitere so tolle Beiträge von dir!

    LG, Laura

  2. Kerstin 12. Oktober 2016 at 14:59- Antworten

    Hallo Julia, Ich esse nun auch schon seite mehreren Jahren Lowcarb auf eine nicht so strenge Weise. Ich habe bereits über 20 kg verloren. Mein Problem ist das ich selbstständig bin und unterschiedlich Zeit habe. Mal ist man über Wochen im Stress und dann gibts auch wieder Zeiten in denen ich mehr Zeit mit Kochen verbringe. Das finde ich dann auch sehr schön weil ich das Gefühl habe mir etwas gutes zu tun. Aber die Zeiten in denen ich eben sehr wenig Zeit habe, ärgere ich mich oft, da ich dann doch mal eben den ´schnellen Weg zum Burger King nehme oder mich mit Gyros oder sonstigen fleischigen Dingen ernähre.
    Dann google ich „Lowcarb für unterwegs“. Aber auch hier heißt es immer wieder vorkochen, vorbereiten.. Wenn ich aber 12 stunden arbeite, hab ich echt keine Lust mehr auf Planen, Einkaufen, Vor- und zubereiten.
    Würde in dem Fall gern auf Fertigprodukte zurück greifen, da es ja auch schon einiges an Lowcarb Produkten geben soll. Allerdings werden diese dann auch wieder verteufelt weil nicht gewünschte Kohlenhydrate enthalten sind oder zuviel Chemie.. oder es gibt nur Knabbereinen oder Obst in Getränkeform oder oder..
    Ein „Erascoraunt“ 😉 mit hackbällchen und Gemüse. In Laden gehen und nur mal eben zugreifen für die Mittagspausen einer kommenden Woche – das wäre mein Traum.
    Alles das ist nicht was ich will. Es geht mir nicht darum meinen ganzen Tag mit Fertigprodukten zu gestalten. Warum ist es so schwierig in dem Bereich etwas zu finden. Für Veganer und Glutamatfeinde etc gibt es ein so breites Angebot. Nur für uns nicht. Wir müssen einfach immer Zeit haben und mind. 3x am Tag in die Küche zu stellen und natürlich auch vorher noch den Plan dazu zu entwerfen. Ich habe oft dafür einfach keine Zeit und manchmal könnte man auch den Spaß daran verlieren, weil es dann so frustrierend ist. Dabei möchte ich mich doch trotzdem gut ernähren!

    Schön das ich das mal loswerden konnte.
    Mfg, Kerstin

    • Lachfoodies.de 13. Oktober 2016 at 7:18- Antworten

      Hallo Kerstin, damit triffst du den Nagel auf den Kopf! Das hängt aber wohl auch damit zusammen, dass Low Carb einen (noch) sehr schlechten Ruf hat. Ich vermute, dass es allerdings noch etwa 5 Jahre dauert, bis angekommen ist, dass es gesünder ist auf Zucker und Weizenprodukte zu verzichten und sich demzufolge Low Carb zu ernähren. Bis dahin müssen wir wohl weiterkochen oder Salate zum Mittagessen essen. 😉
      Liebe Grüße
      Julia

Hinterlasse einen Kommentar

Simple Share Buttons