„Die Low Carb Ernährung hat mir dabei geholfen, das emotionale Essen hinter mir zu lassen.“

Vor kurzem hat mich diese Nachricht einer Leserin erreicht. Sie schreib darüber, dass ihr die Low Carb Ernährung dabei geholfen hat, das emotionale Essen hinter sich zu lassen und damit das Frustessen loszuwerden. Normalerweise werde ich dabei immer schnell hellhörig.

Viele emotionale Esser verschieben dieses Frustessens-Thema nämlich einfach dadurch, dass sie sich ein paar Wochen an einen Ernährungsplan halten und somit für ein paar Wochen „normal“ Essen. Danach wiederholt sich dieser Kreislauf.

In diesem Fall war das anders. Ich weiß von dieser lieben Leserin, dass sie durch die Low Carb Ernährung tatsächlich das emotionale Essen und alles was dazugehört, nach jahrelangem „Kampf“ hinter sich gelassen hat. Das ist großartig!

Ich nehme das zum Anlass, genauer zu betrachten, wann dich die Low Carb Ernährung tatsächlich unterstützen kann. Vorauf du dabei aber auch achten solltest und in welchen Situationen dir Low Carb nicht weiterhelfen kann, wenn du das Frustessen ein für alle mal hinter dir lassen möchtest.

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Emotionales Essen durch Low Carb beenden

Frustessen, Stressessen oder Essen bei besonders schönen Anlässen. Wir Menschen essen immer ein ganzes Stück weit emotional. Wir sind schließlich keine Maschinen. Doch manchmal überwiegt die emotionale Seite und wir essen nicht mehr, weil wir hungrig sind, sondern, weil wir unsere Emotionen mit dem Essen verarbeiten. Über diese Situation spricht man, wenn man den Begriff emotionales Essen verwendet.

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So isst du als Frustesser beispielsweise besonders häufig und viel, wenn du frustriert, traurig, wütend oder müde bist. All diese Emotionen führen dazu, dass du dir irgendetwas zu essen suchst, was du normalerweise nicht in diesen Massen essen würdest. Du isst und danach fühlst du dich schon ein ganzes Stück weit besser.

Frustessen an sich ist nichts Schlimmes. Wir alle essen mal aus Frust, obwohl wir gerade eigentlich gar nicht hungrig sind. Das ist ganz normal. Anders ist das, wenn du nach dem Frustessen eigentlich gleich weiter essen könntest, weil du dich über dich selbst ärgerst. Wenn dich dein Frustessen unter Druck setzt und sich ein Kreislauf von „Essen – ärgern – noch mehr essen – noch mehr ärgern – …“ entwickelt, dann wird es Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Denn dieser Kreislauf ist eine super anstrengende Situation.

Während du bei uns viele Beiträge zum Thema emotionales Essen findest, schauen wir uns heute einmal an, wie sich Low Carb auf das Frustessen auswirken kann.

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Was versteht man unter einer Low Carb Ernährung?

Low Carb bedeutet im Grunde nichts anderes, als weniger Kohlenhydrate.

Der Durchschnittsmensch isst durch Brot, Nudeln, Süßigkeiten und Säfte etwa 200-300 g Kohlenhydrate pro Tag. Demzufolge ernährst du dich bereits Low Carb, wenn du weniger, als 150 g Kohlenhydrate pro Tag isst.

Falls du einmal ein Ernährungstagebuch geführt und beobachtet hast, was du im Verlauf eines Tages so alles zu dir nimmst, hast du vermutlich auch festgestellt, dass du dich schon relativ bald Low Carb ernährst. Sobald du Zucker und verarbeitete Lebensmittel weglässt, isst du schon gar nicht mehr so viele Kohlenhydrate.

Diese moderate Form der Low Carb Ernährung ist genau das, was auch ich als meine Wohlfühlernährung bezeichne. Warum? Dazu kommen wir gleich noch.

Abgesehen davon gibt es noch strengere Formen der Low Carb Ernährung. Viele Menschen, die sich im Rahmen eines Low Carb Ernährungsplanes kohlenhydratreduziert ernähren, essen zwischen 50-80 g Kohlenhydrate pro Tag. Ketogen bezeichnet man die Ernährung unter 30 g Kohlenhydraten pro Tag.

Um diese extremeren Formen der Low Carb Ernährung soll es in diesem Beitrag jedoch nicht gehen.

Wie kann dich Low Carb dabei unterstützen, das Frustessen loszuwerden?

Viele Frustesser greifen beim emotionalen Essen zu all den verbotenen Lebensmitteln, die sie normalerweise nicht essen. Dazu gehören Junk Food, verarbeitete Fertiggerichte, aber auch Süßigkeiten.

In all diesen Lebensmitteln stecken nicht nur zahlreiche Aromastoffe und Geschmacksverstärker, sondern auch Zucker. Das sind alles Zutaten, damit dir das Essen noch besser schmeckt und du Lust auf mehr bekommst.

Zudem wirken sich diese Lebensmittel ganz schön stark auf deinen Blutzuckerspiegel aus. Das bedeutet, sobald du diese Produkte gegessen hast, steigt dein Blutzuckerspiegel an, der Körper stößt Insulin aus und dein Blutzuckerspiegel fällt wieder ab. Er fällt dabei nicht nur auf das Normalmaß, sondern unter das Normalmaß. Das führt dazu, dass du Heißhunger bekommst.

Rein chemisch gesehen, ist es also ganz normal, dass du trotz einem echten Zuckerflash und jeder Menge Energie, schnell wieder (Heiß-) Hunger bekommst und weitaus mehr isst, als dir eigentlich gut tun würde.

Als emotionaler Esser bist du ganz besonders empfänglich für diese Schwankungen.

Du isst also mehr, als du eigentlich essen wolltest. Dir geht es danach schlecht. Und du bist frustriert. Ein Grund, noch mehr zu essen… Das führt dazu, dass du in den emotionalen Essenskreislauf rutscht und dir fest vornimmst, ab morgen wieder ganz normal zu essen.

Wenn du beim Frustessen also auf Zuckerbomben (Süßigkeiten, Weißmehlprodukte & Co.) verzichtest, setzt du deinen Körper nicht den starken Blutzuckerspiegelschwankungen aus, wodurch du dich dem ganzen Essen nicht ganz so stark ausgeliefert fühlst.

Warum du das Frustessen trotzdem nicht durch eine strenge Low Carb Ernährung loswirst

Interessant. Das könnte ja bedeuten, dass du das Frustessen beendest, indem du dich einfach streng Low Carb ernährst, oder?

Ja und Nein.

Ja, theoretisch, da du durch die nun seltener auftretenden starken Blutzuckerschwankungen nicht mehr plötzlich starke Gelüste empfindest, die scheinbar aus dem Nichts kommen. Ein gleichmäßiger Blutzuckerspiegel, der den ganzen Tag über relativ konstant bleibt, ist für viele emotionale Esser tatsächlich angenehmer.

Aber! …und damit kommen wir zum wichtigsten Punkt in diesem Beitrag:

Emotionales Essen ist keine Theorie.

#1 Hinter dem emotionalen Essen steckt meist weitaus mehr, als nur ein kleines bisschen Schokolade.

Viele emotionale Esser (Frustesser, Stressesser,…) haben über viele Jahre hinweg ein Verhalten entwickelt, dass stärkere Emotionen mit dem Essen verdrängt, bzw. ansatzweise verarbeitet.

Das führt dazu, dass sich hinter dem emotionalen Essen meist Dinge (Situationen) verstecken, die es eigentlich wert wären, genauer betrachtet und verarbeitet zu werden. Das ist nichts, was man mal eben durch eine Umstellung der Ernährung lösen kann.

Hinter dem emotionalen Essen steckst du als Mensch. Mit Gefühlen, die einen Ursprung haben. Vielleicht ist es an der Zeit, diese starken Emotionen zu hinterfragen und sich tiefgreifender mit diesem Thema auseinanderzusetzen (ein Thema, um das es auch im Onlinekurs: Endlich glücklich – Mach Schluss mit Frustessen geht).

#2 Verzicht macht noch mehr Lust auf die Lebensmittel

Denk jetzt nicht an einen rosa Elefanten!

Hast du gerade einen rosa Elefanten vor Augen? Das geht den meisten so. Unser Unterbewusstsein versteht das Wort „Nicht“ nicht. Wenn wir nicht mehr an etwas denken möchten, wie in diesem Fall z.B. Süßigkeiten, dann denken wir die ganze Zeit daran.

Falls du dir nun kohlenhydrathaltige Lebensmittel verbietest, dann wirst du sie beim nächsten Essanfall in jedem Fall essen.

Denn was isst du beim Frustessen? Bestimmt keinen Salat oder eine Gemüsepfanne. In vielen Fällen wird es etwas sein, was du normalerweise nicht isst, dir aber nun, in deinem Frust, gönnst. Sei es Schokolade, ein Eis, eine große Pizza oder Chips.

Emotionales Essen ist nicht rational. Wir essen nicht das, was uns in diesem Moment gut tun würde.

Aus diesem Grund vertrete ich die Meinung, dass du dir auf keinen Fall etwas verbieten solltest. Aber, du kannst kleinere Kompromisse eingehen.

Falls du bei deinem nächsten Frustessanfall richtig Lust auf Carbs hast, dann hör doch mal in dich hinein, ob dich würziger Reis, statt Chips genauso zufriedenstellen würden. Oder ob du statt Gummibärchen, auch ein großes Glas Fruchtschorle genießen könntest.

Das sind natürlich nur Beispiele, aber worauf ich hinaus möchte: Gibt es einen kleinen Spielraum? Falls ja, dann entscheide dich für das natürlichste aller Lebensmittel, auf die du gerade Lust hast.

Dann genieße das, was du isst.

Denn auch, wenn du isst, um dich in diesem Moment besser zu fühlen. Du möchtest dich nicht nur mental, sondern auch körperlich besser fühlen. Warum also nicht einen Kompromiss finden, der Körper und Seele gut tut. Zelebriere diese Mahlzeit und genieße das Essen. Nur, weil du aus Frust isst, musst du es nicht heimlich und nebenbei zuhause vor dem Fernseher machen. Du bist es wert, dass du dir dafür Zeit nimmst.

Fazit: So kann dich Low Carb dabei unterstützen, weniger aus Frust zu essen

Low Carb kann theoretisch einen positiven Einfluss auf deinen Blutzuckerspiegel und damit auf deine Gelüste haben. So die Theorie. Frustessen ist jedoch nicht rational, sondern wir wählen unsere Frust-Lebensmittel meist ziemlich irrational aus.

Statt Low Carb, würde ich dir eher natürliche Lebensmittel ans Herz legen. Streng genommen ernährst du dich sogar Low Carb, wenn du dich nur von natürlichen, statt verarbeiteten Lebensmittel ernährst.

Wenn du also Lust auf richtig viele Kohlenhydrate hast, dann iss lieber würzige Bratkartoffeln mit Quark, statt Chips mit Salsa Sauce. Schmeckt beides himmlisch, doch nach einem fühlst du dich rein bio-chemisch gesehen zufriedener.

Versuch doch beim Frustessen das nächste mal nicht irgendetwas in dich hineinzustopfen, sondern wechsle die Perspektive: Du hast einen blöden Tag hinter dir, wie kannst du dir nun etwas Gutes tun? So kannst du das Schritt für Schritt Frustessen loswerden.

Du möchtest das Frustessen beenden und wieder ganz normal, gesund essen? In diesem Beitrag erfährst du, wie du das Frustessen überwinden und glücklich werden kannst. Es geht darum, wie du das emotionale essen mit Hilfe von Low Carb, bzw. der zuckerfreien Ernährung verändern kannst. ...und an welcher Stelle dir Low Carb nicht weiterhelfen kann. Binge Eating langfristig erfolgreich beenden. Pass gut auf dich auf.
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