Der Unterschied zwischen gemahlenen Mandeln und Mandelmehl

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Was ist der Unterschied zwischen gemahlenen Mandeln und Mandelmehl? Gibt es überhaupt einen Unterschied oder ist das alles das Gleiche? Vielleicht wird eines nur feiner gemahlen und kostet daher viel mehr? Schauen wir uns das einmal genauer an. Du erfährst erst was gemahlene Mandeln sind und dann kommen wir zu Mandelmehl.

Was sind gemahlene Mandeln?

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Gemahlene Mandeln sind tatsächlich Mandeln die gemahlen wurden. Normalerweise sind das ganze Mandeln, die gemahlen, abgepackt und verkauft werden. Wenn die gemahlenen Mandeln in der Packung heller aussehen, sind das blanchierte Mandeln. Das bedeutet, die (dunkle) Haut wurde vorab entfernt und übrig bleibt eine helle Mandel, die gemahlen, abgepackt und verkauft wird.

Wir verwenden die hellen Mandeln manchmal, wenn die Kekse oder der Kuchen einen hellen Teig haben sollen. Sonst gibt es keinen großen Unterschied. Selbst der Ballaststoffgehalt liegt bei beiden Sorten bei ca. 14g/ 100g. Ich selbst war jahrelang davon überzeugt, dass die Mandeln mit Schale (die dunkleren) einen höheren Ballaststoffanteil haben müssen, aber dem ist nicht so, wie wir nun wissen.

Tipp: Achte darauf, dass du eine angebrochene Packung mit gemahlenen Mandeln so zügig wie möglich aufbrauchst. Ähnlich wie bei Hackfleisch ist die Angriffsfläche für Keime sehr groß und daher können gemahlene Nüsse verhältnismäßig schnell schlecht werden. Das merkt man manchmal nicht sofort, daher lieber kein Risiko eingehen.

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Was ist Mandelmehl?

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Mandelmehl ist etwas anderes als gemahlene Mandeln. Mandelmehl entsteht meist als Abfall- oder Nebenprodukt bei der Gewinnung von Mandelöl. Sprich die Nüsse werden gepresst und zurück bleibt eine Nussmasse ohne Öl. Diese Masse wird gemahlen und es entsteht ein Nussmehl. Je nachdem wie stark die Nüsse vorab gepresst wurden, spricht man von entöltem oder teilentöltem Nussmehl.

Mandelmehl hat demzufolge auch einen höheren Ballaststoffgehalt von 21,4 g/ 100g.

Nussmehle haben den Ruf sehr teuer zu sein. Rechnen wir das einmal durch: Eine Packung gemahlene Mandeln (200g) kosten im Supermarkt ca. 2,50 €. Mandelmehl kostet je nach Anbieter ganz unterschiedlich. Wir haben unsere 3 Lieblingsprodukte genommen und kommen auf einen Preis von 3,00 € – 5,00 € für ebenfalls 200g.

Jetzt kennst du den Unterschied zwischen gemahlenen Mandeln und Mandelmehl. Du kannst den Beitrag gerne teilen oder auf Pinterest pinnen. Diese Frage wird uns so häufig gestellt, dass sich deine Freunde sicher auch über diese Info freuen.

Was ist der Unterschied zwischen hellem und dunklem Mandelmehl?

Das ist abhängig von den Mandeln, die für das Mehl verwendet wurden:

  • Werden die ganz normalen Mandeln mit Schale verwendet, dann wird das Mandelmehl dunkel.
  • Werden blanchierte Mandeln verwendet (Mandeln ohne Haut), dann wird das Mandelmehl hell.

Im Geschmack sind sich die beiden Mehlsorten sehr ähnlich. Das helle Mandelmehl schmeckt ein bisschen leichter, als das dunkle Mandelmehl.

Was bedeutet teilentöltes Mandelmehl?

Die meisten Mandelmehlsorten, die man auf dem Markt bekommt sind teilentölt. Das kommt daher, dass Mandelmehl bei der Mandelölherstellung übrigbleibt (s. oben). Der Fettgehalt liegt bei einem teilentölten Mandelmehl meist bei ca. 13 g pro 100 g Mandelmehl. Dieses Mandelmehl verwenden wir am liebsten für unsere Low Carb Rezepte. Damit wird der Teig schön weich und cremig. Man kann diesen Teig am ehesten mit einem normalen Weizenmehlteig vergleichen.

Manche Hersteller schreiben entölt auf ihre Mandelmehlprodukte. Wenn man den Fettgehalt vergleicht, erkennt man einen etwas niedrigeren Fettgehalt von 10 g pro 100 g Mandelmehl. Das bedeutet, dass dieses Mandelmehl ein kleines bisschen weniger Fett enthält, als die teilentölten Kollegen.

Zuletzt gibt es Anbieter, die nicht entöltes Mandelmehl verkaufen. Diese Mehle haben einen Fettgehalt von ca. 54 g Fett pro 100 g Mandelmehl. Das entspricht dem Fettwert von ganz normalen Mandeln. Das sind also einfach sehr fein gemahlene Mandeln und die Hersteller wollen euch ein kleines bisschen in die Irre führen, zwinker.

Das sind unsere Mandelmehl Favoriten:

Kanntest du den Unterschied zwischen gemahlenen Mandeln und Mandelmehl?

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2018-01-21T09:08:30+00:00

20 Comments

  1. Anja 22. September 2016 at 8:14 - Antworten

    Hallo,
    ich habe deinen Artikel zufällig entdeckt und gelesen. Da Mandelmehl ja doch etwas teurer ist, macht es dann überhaupt Sinn es zu kaufen und nicht einfach stattdessen Mandeln zu kaufen und zu Hause selbst zu mahlen?

    • Lachfoodies.de 22. September 2016 at 8:50 - Antworten

      Hallo Anja, gemahlene Mandeln und Mandelmehl ist etwas ganz anderes. Mandelmehl ist entölt, während gemahlene Mandeln noch das ganze Öl enthalten. Mandeln kann man aber auf jeden Fall zuhause selbst mahlen, das kommt aber meist gar nicht billiger. ;) LG Julia

  2. Jessica 21. November 2016 at 11:10 - Antworten

    Hallo,

    sollte man denn eher helles oder dunkles Mandelmehl nehmen? Ist es wichtig ob es enthölt ist oder nicht?

    Liebe Grüße und vielen Dank :-)

    • Lachfoodies.de 21. November 2016 at 11:27 - Antworten

      Helles Mandelmehl enthält ein kleines bisschen weniger Ballaststoffe als dunkles Mandelmehl.
      Es gibt teilentöltes und entöltes Mandelmehl. Mit teilentöltem Mandelmehl wird der Teig meist schöner in der Konsitenz. Mit entöltem Mandelmehl ist der Teig ein bisschen trockener.
      Wir nehmen deswegen meist teilentöltes (dunkles) Mandelmehl.
      Liebe Grüße
      Julia

  3. Abby 23. Mai 2017 at 22:10 - Antworten

    Toller Artikel! Backt ihr lieber mit hellen oder dunklen Mandelmehl?

    • Julia Burget 24. Mai 2017 at 6:58 - Antworten

      Wenn Mandelmehl mit hellem, da der Teig dadurch noch feiner wird. ;-)

  4. Sebastian 31. Dezember 2017 at 11:12 - Antworten

    Hi ihr Lieben,

    also ich weiß nicht so richtig was ich von Mandelmehl halten soll. Ich habe jetzt meine erste Packung „verbacken“ und naja…

    Für Süßes vielleicht ganz ok, aber egal was ich mit diesem Mehl backe es schmeckt einfach alles nach Marzipan (gut liegt ja auch nahe). Aber irgendwie komme ich damit nicht so ganz klar, weil wirklich alles (zumindest was ich jetzt damit gemacht hab) einfach nach fast nichts anderem schmeckt.

    Was ich ganz gerne mag ist Kokos- und Leinsamenmehl. Beim Kokos verbackt sich der Geschmack irgendwie und Leinsamen sind eher herzhaft vom Geschmack, also eher mein Fall :-)

    Oder versteh ich irgendwas nicht mit dem Mandelmehl? Ich kann doch nicht der Einzige der den das so stört oder?!

    • Lachfoodies.de 1. Januar 2018 at 14:43 - Antworten

      Hallo Sebastian,
      das stimmt, Mandelmehl schmeckt auch immer süßlich. Man kann verschiedene Mehlsorten auch sehr gut mischen, um die Backeigenschaft zu behalten, aber den Geschmack zu verändern. :-)

  5. Rona 19. Januar 2018 at 7:39 - Antworten

    Hallo, ich habe ein Rezept mit gemahlenen Mandeln. Habe aber noch so viel Mandelmehl und das muss ich unbedingt verbrauchen. Kann ich das trotzdem verwenden und dann Mandelöl zugeben? Wenn ja in welchem Verhältnis?

    • Lachfoodies.de 19. Januar 2018 at 10:22 - Antworten

      Ja, das geht definitiv. Das Verhältnis merkst du schnell beim vermischen der Zutaten. Rezepte mit gemahlenen Mandeln sind meist sehr feucht und sämig.
      Alternativ könntest du dir natürlich den Fettgehalt von beiden Produkten anschauen und ausrechnen, wie viel Öl du dazugeben musst. :-)

      • Rona 22. Januar 2018 at 18:27 - Antworten

        Dankeschön! Dann werde ich es mal ausrechnen und ausprobieren

  6. Tatjana 21. Februar 2018 at 19:19 - Antworten

    Hallo!
    Ich habe vor kurzem ein Waffelrezept mit Mandelmehl gefunden. Nun bin ich knapp bei Kasse und habe noch gemahlene Mandeln im Schrank. Sollte das nicht auch funktionieren? Gerade weil in den Waffelteig doch auch ein wenig Fett kommt (eventuell kann ich davon sogar etwas weglassen?).
    LG

    • Julia Burget 21. Februar 2018 at 19:57 - Antworten

      Hi Tatjana,
      genau, gemahlene Mandeln sind fettiger und saugen die Flüssigkeit nicht so gut auf, wodurch der Teig nicht so gut bindet. Das ist gar nicht so einfach.
      Kennst du dieses Rezept schon: https://lachfoodies.de/die-besten-lachfoodies-low-carb-waffeln/
      Hier kannst du das Kokosmehl gut durch 3 TL gemahlene Mandeln ersetzen, da der Teig durch die Eier zusammengehalten wird.
      Viel Spaß beim Ausprobieren!

      • Tatjana 22. Februar 2018 at 15:07 - Antworten

        Danke, für den Link. Ich werd’s mal ausprobieren :)

  7. Bolly 18. März 2018 at 17:45 - Antworten

    Danke für den Artikel…wusste ich so auch noch nicht. Was mich Wunder ist, das man die Herstellung der Macarons ausser Acht gelassen hat. Dafür braucht es das Mehl. Sonst gelingen sie nicht. Nun mein Problem ist, das es das hier in der Nur in Spezial Läden gibt. Und bei und def mehr kostet. Wo bekommt man das denn sonst noch in D? Wenn wir 2x im einkaufen in d. Dann ist der Kaufland unsere Adresse. Aber habe dort noch nie welches gesehen. Danke für Tipps. und hell gemahlene Mandeln findet man so auch nicht. Nir die mit Schale. Echt schade….

    • Julia Burget 18. März 2018 at 19:09 - Antworten

      Hi Bolly, blanchierte gemahlene Mandeln findest du im Aldi oder bei Edeka. Mandelmehl sehe ich gelegentlich bei Aldi und bei DM.
      Liebe Grüße
      Julia

  8. Hilde 20. April 2018 at 10:15 - Antworten

    Hallo Julia, danke für die Aufklärung. Ich habe die „Reste“ meiner selbstgemachten Mandelmilch getrocknet und gesammelt. Die müsste ich doch genau wie Mandelmehl einsetzen können, wenn ich etwas weniger Fett zum Rezept füge, oder. (Ok,wird vielleicht nicht soooo feines Gebäck. ;-) )

    • Julia 21. April 2018 at 10:12 - Antworten

      Ja, ich denke das ist vergleichbar. Ich weiß nicht genau, wie du die Mandelmilch gemacht hast, bei uns war es aber so, dass der größte Teil des Fettes in der Milch war und daher der Rest ein super Mandelmehl geworden ist. :)

  9. Hilde 21. April 2018 at 10:49 - Antworten

    Danke. Bin gerade wieder dabei, eine Portion zu trocknen. :)
    Liebe Grüße und einen wunderschönen Sonnentag!

  10. Andree 12. Juni 2018 at 12:32 - Antworten

    Hello! Gut ist im Übrigen auch, wenn man auf ein erstklassiges Mandelmehl in Rohkostqualität zurückgrieft. Der höhere Preis dieser Variante erklärt sich damit, dass der Pressvorgang hier ohne Hitzeeinwirkung und im Vakuum stattfindet – man also ein hochwertigeres Mandelöl und folgerichtig auch ein Pressling höherer Güteklasse gewinnt. LG! :-)

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